Solarmodule
Monokristalline Module
Monokristalline Zellen haben zurzeit von allen Photovoltaik-Modulen den höchsten Wirkungsgrad (bis 17,5 %, im Labor bereits bis zu 25 %) und einer Lebensdauer von mind. 30 Jahren.
Wie der Name schon verrät, besteht die Zelle aus einem einzigen Kristall: Aufgrund der exakt gleichen Ausrichtung der Kristallstruktur in eine Richtung, wird dieser hohe Wirkungsgrad erzielt. Dies bedeutet allerdings auch einen extrem hohen Aufwand in der Fertigung.
Polykristalline Module
Polykristalline oder auch Multikristalline Module haben ein günstigeres Herstellungsverfahren.
Halbleiterreines Silizium wird im Unterdruckbereich unter Schutzglas aufgeschmolzen und in sogenannten Kokillen gegossen, in denen es unter Temperaturzuführung gerichtet erstarrt. Die Multikristalline Blöcke werden mit feinsten Sägen zu Säulen mit quadratischer Zellen-Grundfläche weiter verarbeitet. Die Säulen werden mit Innenlochsägen in multikristalline Silizium-Scheiben mit einer Stärke von 0,45 mm zerteilt und gereinigt. Dieses Zwischenprodukt wird auch als Wafer bezeichnet.
Der Wirkungsgrad qualitativ hochwertiger Zellen ist nicht schlechter als der Monokristalliner Zellen.
Dünnschicht-Module
Dünnschicht-Solarzellen sind erst seit einigen Jahren auf dem Markt. Bei diesen Modulen wird das Silizium - oder auch alternatives Material - aufgedampft. Die Schicht ist deshalb erheblich dünner als bei kristallinen Solarzellen. Die Dünnschicht-Technologie hat Vor- und Nachteile. Solche Module sind deutlich preiswerter als kristalline Solarzellen. Andererseits ist der Wirkungsgrad auch deutlich geringer. Dünnschicht-Module eignen sich daher vor allem für größere Anlagen, wenn viel Platz vorhanden ist und der Solarstrom wegen der für Großanlagen niedrigeren Einspeisevergütung günstig produziert werden soll. Typischerweise sind das Freilandanlagen oder auch Anlagen auf größeren Dachflächen wie etwa Industriehallen.
